Willkommen beim Tagungsblog zum Sächsischen Archivtag!

Mit diesem Blog haben wir den 22. Sächsischen Archivtag zum Thema „Archive im Umbruch“ begleitet, der am 4./5. Mai 2017 in Dresden stattfand und vom Landesverband Sachsen im VdA organisiert wurde. Mit dem heutigen Eintrag – gut drei Wochen nach dem Archivtag – beenden wir die aktive Berichterstattung und werden sie erst kurz vor dem 23. Sächsischen Archivtag im Jahr 2019 wieder aufnehmen. Die Kommentarfunktion ist weiter aktiv und kann gerne genutzt werden.

Herzlichen Dank an alle, die das Blog aktiv mitgestaltet haben und einen ebenso herzlichen Gruß an alle, die unsere Beiträge gelesen haben oder noch lesen werden!

Einladung zum 22. Sächsischen Archivtag

Der Landesverband Sachsen im VdA, das Sächsische Staatsarchiv und die BStU, Außenstelle Dresden laden herzlich zum 22. Sächsischer Archivtag ein, der unter dem Titel „Archive im Umbruch“ am 4./5. Mai 2017 in Dresden stattfinden wird. Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier auf der Website des LV Sachsen im VdA.

Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Personal

Was gehört zu den Aufgaben eines Archivars / einer Archivarin?

Wie weit und anspruchsvoll das Spektrum ist, zeigen die Aufgabenkataloge, die der VdA-Unterarbeitskreis „Archivarische Fachaufgaben“ erarbeitet hat. Dazu gehören: Organisations- und Archivmanagement (u. a. Strategieplanung zu Finanzen, Personal, Arbeitsschwerpunkten; archivspezifische IT-Planung, Entwicklung von Raumkonzepten, Personalführung), Überlieferungsbildung (u. a. Beratung der abgebenden Stellen bei der analogen wie digitalen Schriftgutverwaltung, Bewertung angebotener Unterlagen auf Archivwürdigkeit, Betreuung von Sammlungen), Erschließung (Ordnung und Verzeichnung von Archivgut, sammlungsspezifische Erschließungskonzepte), Benutzung und Auskunftstätigkeit (u. a. Lesesaalbetrieb, Beantwortung von Anfragen, Benutzerberatung, Gutachtertätigkeit), Öffentlichkeitsarbeit und Historische Bildungsarbeit  (u. a. Projekte der Historischen Bildungsarbeit z. B. mit Schulen, Intra- und Internetauftritte, Publikations- und Vortragstätigkeit), Bestandserhaltung und Magazinierung (Priorisierung von Bestandserhaltungsmaßnahmen, Ausheben und Reponieren von Archivgut, technische Bearbeitung von Archivgut, digitale Bestandserhaltung).

Vielfältige Aufgaben – und wie viel Personal steht in den sächsischen Archiven dafür zur Verfügung? Sehr wenig! In Zahlen:Weiterlesen

Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Internetpräsenz

Da die erste und zentrale Informationsquelle für die meisten Menschen heute das Internet ist, wollten wir wissen, welche Informationen die sächsischen Archive dort anbieten. 1999 forderte Hartmut Weber, damals Präsident des Bundesarchivs, in einem Beitrag über „Digitale Repertorien…“: „Die Basisinformationen über Archive und die Nutzerhinweise gehören zu 100% ins Internet, Beständeübersichten ebenfalls zu 100%, Findmittel über uneingeschränkt benutzbare Bestände im Prinzip ebenfalls“. Davon sind wir – fast zwanzig Jahre später – in Sachsen noch weit entfernt. „Welche der folgenden Informationen bietet Ihr Archiv im Internet an?“ fragten wir, Mehrfachnennungen waren möglich:Weiterlesen

Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Wer machte mit?

Ab dem 17. Januar 2017 führte der VdA-LV Sachsen eine Umfrage bei 118 Archiven in Sachsen durch, um in Vorbereitung des Sächsischen Archivtages einen konkreteren Überblick über deren Situation zu erhalten. 80 Archive haben sich an der Umfrage beteiligt, deren Ergebnisse auf dem Archivtag – in Auszügen vorab aber auch hier – vorgestellt werden sollen. Hier zum Einstieg eine Übersicht über die teilnehmenden Archive nach Sparten:

Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Elektronisches Archivgut

„Die Digitalisierung stellt den bedeutendsten technologischen Aufbruch seit dem Beginn der Industrialisierung […] dar und ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“ – so die Einschätzung in „SACHSEN DIGITAL. Die Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen“ (2016). Auch die Arbeit der Archive hat sich durch die Digitalisierung radikal verändert. Manche Archivare und Archivarinnen haben das früh erkannt: Schon vor 20 Jahren fand z. B. die erste Tagung des informellen Arbeitskreises „Archivierung von Unterlagen aus digitalen Systemen“ (AK AUdS) statt.

Und so erstaunt es nicht, dass knapp zwei Drittel (64%) der antwortenden 76 Archive bereits elektronische Unterlagen (z. B. Daten auf CD, DVD oder anderen Datenträgern) übernommen haben. Gezielt erfolgten diese Übernahme allerdings in nur wenigen Fällen, das lässt sich aus den Antworten auf die Frage „In welcher Weise beschäftigt sich Ihr Archiv mit der Archivierung elektronischer Unterlagen?“ schließen (Mehrfachnennungen waren möglich):

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Willkommen beim Tagungs-Blog zum Sächsischen Archivtag!

Mit diesem Blog begleiten wir den Sächsischen Archivtag, der alle zwei Jahre vom Landesverband Sachsen im VdA organisiert wird. Für den LV Sachsen werden wir vorbereitend und unmittelbar vom Archivtag berichten und laden zugleich alle interessierten Archivarinnen und Archivare herzlich zur Diskussion ein. (Gast-)Beiträge von Interessenten sind stets willkommen und können über Mitglieder der Redaktion online gestellt werden.

Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Magazinreserven

Ein massives Problem in vielen sächsischen Archiven: Fehlender Platz im Magazin! „Für wie viele Jahre haben Sie noch räumliche Reserven für neu zu übernehmendes Archivgut?“ fragten wir – und ein Viertel der teilnehmenden 76 Archive antwortete, dass es schon jetzt keine Reserve mehr gibt. Bei mehr als einem weiteren Viertel reichen die Kapazitäten nur noch bis zu fünf Jahre.

Was das bedeutet, zeigen Rückmeldungen verschiedener Archive im Zusatzfeld (Textfeld):Weiterlesen

Abstracts zum Sächsischen Archivtag 2017

Vorab ebenfalls in loser Folge werden Referierende über Abstracts einen Ausblick auf ihre Vortragsthemen geben. Es startet Prof. Dr. Mario Glauert vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam.

Prof. Dr. Mario Glauert vom BLHA

DIN 67700 – Bau von Bibliotheken und Archiven – Anforderungen und Empfehlungen für die Planung

Mit der DIN 67700 „Bau von Bibliotheken und Archiven – Anforderungen und Empfehlungen für die Planung“, die den bisherigen DIN-Fachbericht 13 „Bau- und Nutzungsplanung von Bibliotheken und Archiven“ (2009) ersetzt, liegt erstmals eine Norm vor, die den Flächenbedarf und die baulich-technischen Anforderungen für alle Funktionsbereiche in Archiven, Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken formuliert. Die Vorgaben gelten sowohl für den Neubau von Archiven als auch für die Umnutzung von Gebäuden oder Räumen und können künftig die Argumentation und Kommunikation gegenüber Unterhaltsträgern, Architekten und Fachplanern erheblich erleichtern.Weiterlesen

Archiv des BStU, Außenstelle Dresden

In loser Folge sollen in diesem Blog die Archive, die in Dresden das Organisationskomitee zur Vorbereitung des 22. Sächsischen Archivtages bilden, vorgestellt werden. Mit dem Archiv der Außenstelle des BStU in Dresden wird diese Reihe begonnen.

Bis zu 1.000 Recherchen zu Personen in jedem Monat – das Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden

Ein Gastbeitrag von Annegret Jahn-Marx

Menschenrechtswidrig gesammelte Informationen aus der DDR-Zeit, die einen besonderen Zugang erfordern: Das Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden verwahrt rund 10.000 laufende Meter Archivgut. Der Bestand umfasst die Überlieferung der Bezirksverwaltung und der Kreisdienststellen für Staatssicherheit des damaligen Bezirkes Dresden. Das Archiv ist in Kartei, Magazin und Erschließung aufgeteilt.

Die Kartei

Kartei Stasi-Unterlagen
Karteischrank in der Außenstelle Dresden des BStU, Foto: BStU, Außenstelle Dresden

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Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Bestandserhaltung

Digital ist zwar im Trend, das real existierende Archivgut besteht bisher aber weitgehend noch – und nur – aus dem Datenträger Papier. Wie können wir dieses Kulturgut erhalten?

„Präventive Maßnahmen wie materialgerechte Lagerungsbedingungen und Verpackungen sind die wirtschaftlichste Methode der Originalerhaltung …“ – soweit die „Bundesweiten Handlungsempfehlungen“ zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts in Archiven und Bibliotheken der KEK (Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts). Auch der Unterausschuss Bestandserhaltung der BKK (Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag) betont in seiner Arbeitshilfe „Verpackungsmaterialien für Archivgut“ die Bedeutung archivgerechter Verpackung als wesentlichem Schutzfaktor für die Sicherung von Archivalien.

Geeignete Archivkartons und Archivmappen kosten Geld, gleiches gilt für die Behebung bereits entstandener Schäden durch Restaurierung von Archivalien. Grund genug für die Frage: „In welcher Höhe stehen Ihnen jährlich Haushaltsmittel für Maßnahmen der Bestandserhaltung zur Verfügung (z.B. Beschaffung von Verpackungsmaterial, Restaurierungsmaßnahmen)?“ 77 Archive antworteten, das Ergebnis gibt zu denken:Weiterlesen