FAMI-Abschlussprojekt 2019: A wie Archiv

Öffentlichkeitsarbeit

In Leipzig gibt es über 20 Archive oder archivalische Sammlungen. Eine kleine Auswahl davon soll an dieser Stelle kurz vorgestellt werden.

Das Tanzarchiv wurde 1957 von Kurt Petermann gegründet und ist seit 2011 Teil der Universitätsbibliothek. Gegliedert in eine Fachbibliothek und eine archivalische Sammlung, beherbergt es ca. 10.000 Medien. Ein Teil der Bestände ist bereits in einer Datenbank erschlossen und kann in den Räumen der Universitätsbibliothek eingesehen werden.

Ein weiteres Archiv in Leipzig / Foto: Fiona Brückner

Das Geographische Archiv des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) verfügt über die größte Sammlung geographiehistorisch bedeutsamer Materialien im deutschsprachigen Raum. Dazu zählen über 200 Nachlässe von Geographen, Forschungsreisenden und Institutionen. Das IfL ist auch mit 1.300 Fotos beteiligt am digitalen Porträtarchiv DigiPortA, das von neun Archiven der Leibniz-Gemeinschaft zwischen 2012 und 2015 aufgebaut wurde und unter http://www.digiporta.net zur Verfügung steht. Die meisten der vom IfL beigesteuerten Bilder stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert und zeigen Geographen auf Exkursionen, Forschungsreisen oder bei Feldforschungen.

Der Verein Archiv Bürgerbewegung e.V. wurde 1991 gegründet, nachdem bereits 1990 erste Schritte von Uwe Schwabe, einem Aktivisten der Leipziger Opposition, und Klaus Roewer, der zu Forschungsarbeiten nach Leipzig gekommen war, unternommen worden waren. Das Archiv befindet sich heute im Haus der Demokratie, wo aktuell ein Bestand von ca. 220 lfm aufbewahrt wird, der Unterlagen der Bürgerbewegungen, der DDR-Opposition und von kirchlichen Basisgruppen sowie von Zeitzeugen übergebene persönliche Unterlagen und Sammlungen umfasst.

Ein eher unbekanntes Archiv gehört zum Verein PRO Leipzig e.V. Dieser Verein betreibt seit 1991 eine umfangreiche Stadtforschung und hat im Selbstverlag mehr als 300 Publikationen zu Leipzig und Umland herausgegeben. In seinen Beständen befinden sich 500 Buchbände sowie ca. 38.000 Fotografien und Grafiken. PRO Leipzig ist jedes Jahr auch auf der Leipziger Buchmesse mit einem eigenen Stand dabei.

Erwähnt werden sollen an dieser Stelle noch das Rosa Archiv, das sich vor allem mit dem Thema Homosexualität befasst[e], und das Fundbuero Archiv, das Zeitdokumente aus der Wendezeit wie Fotos, Texte, Objekte und Audioaufnahmen beherbergt[e].

Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag gehört zum Abschlussprojekt der FAMI-Auszubildenden der Fachrichtung Archiv in Sachsen 2019, das dem Medienstandort Leipzig A – Z gewidmet war und hier kurz vorgestellt wird. Mehrere im Leipziger Ortskomitee für den Sächsischen Archivtag aktiven Archive, darunter das Archiv der Bürgerbewegung, werden sich in diesem Blog noch ausführlicher vorstellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.