Alle Artikel von Stephan Luther

Stephan Luther

Über Stephan Luther

Leiter des Universitätarchivs der Technischen Universität Chemnitz. 2001-2017 im Vorstand des Landesverbandes Sachsen im Verband deutscher Archivarinnen und archivare (VdA), seit 2017 Mitglied im Bundesvorstand des VdA

Sächsischer Archivtag 2019 – was bleibt?

Richter-Laugwitz während ihrer Schlussworte zum Archivtag, Foto: Stephan Luther

Zwei anstrengende und spannende Tagungstagungstage liegen hinter den Teilnehmern. Wenn man die vielen Archivführungen vom Mittwoch hinzunimmt, waren es sogar drei Tage. Grit Richter-Laugwitz fasste in ihrem Schlusswort zusammen: „Es wurde Zeit, dass wir uns mal wieder diesem archivischen Kernthema Erschließung zugewandt haben.“ Auch nach dem Archivtag wird uns das Thema weiter beschäftigen. In den vielen Vorträgen wurde das Machbare und auch Möglichkeiten aufgezeigt. Es gab Vorträge von großen und kleinen Archiven, die Großen wie die Kleinen haben Probleme, aber auch Erfolgsstories. Es wurde deutlich, dass auch kleinere Archive strategische Entscheidungen treffen und Ziele festlegen müssen. Die zentrale Botschaft des Archivtages lautet: „Erst durch die Erschließung erlangt das Archiv seine volle Daseinsberechtigung.“ Die schwierige Ausgangslage, die auch in den Ergebnissen der Umfrage des VdA-Landesverbandes deutlich wird, muss als Herausforderung betrachtet werden, die es zu meistern gilt.

Frau Richter-Laugwitz warb noch einmal eindringlich für eine persönliche Mitgliedschaft im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA). Wir müssen im Kontakt bleiben und uns vernetzen.Weiterlesen

Wege in das Archivportal-D

Bericht zum Vortrag Oliver Götze: Wege in das Archivportal-D – Aktueller Stand der Datenlieferung und Perspektiven im Rahmen der neuen technischen DDB-Architektur
Oliver Götze während seines Vortrages, Foto: Stephan Luther

Oliver Götze stellte in seinem Vortrag den aktuellen Stand, den Weg ins Portal und dann Perspektiven des Archivportal-D vor. Das Archivportal stellt seit der Inbetriebnahme auf dem Deutschen Archivtag 2014 in Magdeburg den zentralen Einstiegspunkt zu Archivinformationen und Archivgut in Deutschland dar. Es ist der spartenspezifische Zugang innerhalb der Deutschen Digigitalen Bibliothek (DDB). Seit dem Projektende ist der Betrieb des Archivportals-D dauerhaft gesichert. Mit Stand Mai 2019 sind im Portal 14,3 Mio. Datensätze aus 83.000 Beständen von 164 Archiven eingestellt. Für das Archivportal standen von Anfang an nicht nur die Digitalisate im Mittelpunkt sondern auch die Bereitstellung der Daten in ihrer Mehrstufigkeit der Online-Repräsentanzen der Archive: also Informationen zu den Archiveinrichtungen, Beständeübersichten, Online-Findmittel und in der letzten Stufe digitalisiertes Archivgut, im Fokus. Im Portal gibt es einige für den Archivar etwas verwirrende Abweichungen in der Begrifflichkeit. So werden z.B. die Verzeichnungseinheiten als Objekte bezeichnet, wobei auch die Bestandsbeschreibungen Objekte sind. In der Deutschen Digitalen Bibliothek, welche ein übergreifendes Portal für Daten aus allen Kultursparten darstellt, sind die Archive mit mehr als 14 Millionen Objeten von insgesamt 24,5 Mio die mit Abstand größten „Objektlieferanten“.

Digitalisate in der DDB

Man muss aber eindeutig sagen, dass die Metadaten der Bibliotheken  auch weniger in der DDB als vielmehr in den verschiedenen Online-Katalogen eingestellt sind. Wenn ich in der DDB die Filterabfrage auf die Objekte mit Digitalisaten reduziere, verändert sich dann das Bild entscheidend. Die Bibliotheken haben ca. 5,5 Mio von insgesamt 9,5 Mio Digitaklsiaten geliefert, während die Archive hier „nur“ ca. 934.000 beisteuerten. Aus diesen Zahlen lässt sich sehr deutlich die Priorität bei der bisherigen Zielsetzung als Datenlieferant ablesen.

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Von OVG zu RiC – Eine „kopernikanische Wende“ in der archivischen Erschließung?

Bericht zum Vortrag von Prof. Dr. Michael Scholz, Potsdam
23. Sächsischer Archivtag Leipzig, Prof. Dr. Michael Scholz bei seinem Vortrag, Foto: Stephan Luther

„Erschließung im 21. Jahrhundert wird noch mehr als bislang nicht nur archivische Kernaufgabe, sondern die strategische Schlüsselfunktion sein, wenn Archive als bewahrenswerte Einrichtungen ihre Stellung behaupten wollen.“ Mit dieser Aussage von Nils Brübach aus dessen Vortrag beim Brandenburgischen Archivtag von 2014 leitete Scholz seinen Vortrag ein. Fünf Jahre später scheint die Erschließung als Schlüsselfunktion gerade in kleineren Archiven noch weit von der Realität entfernt zu sein. Aktuell sind im Archivportal-D immerhin 119 sächsische Archive vertreten (Sächsische Archive im Archivportal-D), bei der Anzeige, welche von diesen mit Findmitteln vertreten sind, bleiben aber nur noch 10 Archive übrig (Sächsische Archive im Archivportal-D mit Findmitteln).

In Brandenburg sieht die Situation ähnlich aus. Die Gründe sieht Scholz zum einen in den technischen Problemen, die das Archivportal in der Vergangenheit beim Dateningest hatte, aber auch und vor allem in arbeitsökonomischen Gründen in den kleineren Archiven sowie in der Qualität der Erschließung.Weiterlesen

Rechtsgrundlagen und Normen, Glauert zur DIN 67700

2. Tagungstag, 05.05.2017, Foto: Stephan Luther

Am 05. Mai 2017 begann pünktlich der zweite Tag des Sächsischen Archivtages. Das Wetter ist ziemlich trüb und für die Tagungsteilnehmer ein Grund, den Vorträgen der ersten Sitzung zu lauschen.

Prof. Dr. Mario Glauert (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) stellte in dem ersten Vortrag die neue  Norm DIN 67700Bau von Bibliotheken und Archiven – Anforderungen und Empfehlungen für die Planung vor, wobei er hervorhob, dass diese nur empfehlenden und keinen Gesetzescharakter besitzt. Normen sind  das Ergebnis fachlicher Diskussionen und Abstimmungen. Sie sind aktueller Stand der Technik und Forschung. Damit geben sie Legitimation, helfen zu überzeugen, erleichtern Kommunikation und Argumentation und unterstützen Planungsprozesse. Weiterlesen

Eröffnung des 22. Sächsischen Archivtages

Grit Richter-Laugwitz bei der Eröffnung des 22. Sächsischen Archivtages, Foto: Stephan Luther

Mit einer kleinen Verspätung wurde der 22. Sächsische Archivtag im Festsaal der Gedenkstätte Bautzener Straße in Dresden eröffnet. Fast 150 Archivarinnen und Archivare sowie Gäste aus Politik und Gesellschaft haben den Weg nach Dresden gefunden. Die Vorsitzende des Landesverbandes Grit Richter-Laugwitz begrüßte die Teilnehmer und Gäste zum ersten Mal bei einem Landesarchivtag in der Landeshauptstadt in Dresden und dankte allen an der Vorbereitung und dann an der Durchführung Beteiligten. Der Archivtag soll der Auftakt sein, den Weg der archivischen Facharbeit mutig weiter zu beschreiten.Weiterlesen

Anmeldungen 22. Sächsischer Archivtag

Der Countdown läuft

Noch bis zum 14. April läuft die Rückmeldefrist zur Anmeldung zum 22. Sächsischen Archivtag in Dresden vom 04. bis 05. Mai. Der Anmeldetermin ist vor allem wichtig um die Veranstaltungen des Rahmenprogramms planen zu können. Mit dem heutigen Tag gibt es 109 Anmeldungen.

Außerdem sei auch noch einmal an die Zahlungsfrist zur Überweisung des reduzierten „Online“-Tagungsbeitrages erinnert. Dafür ist noch bis zum 26.04.2017 Zeit.

Für die Säumigen noch einmal schnell an den Rechner. Alle Daten und Dateien zur Anmeldung finden Sie auf der Homepage des Landesverbandes.