Archiv der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens – Landeskirchenarchiv Dresden

Ein Gastbeitrag von Kristin Schubert, Leiterin des Landeskirchenarchivs

Landeskirchenamt der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Das Landeskirchenarchiv mit einem Bestandsumfang von 1800 lfm Archivgut ist das Archiv der Landessynode, des Landesbischofs und des Landeskirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Außerdem sind hier auch Nachlässe von kirchenhistorisch bedeutsamen Persönlichkeiten, Sammlungen und Bestände von kirchlichen Einrichtungen und Werken sowie von nicht mehr existierenden Kirchgemeinden zu finden.

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Das Sächsische Staatsarchiv stellt sich vor

Sächsisches Staatsarchiv
Das Sächsische Staatsarchiv ist das Gedächtnis des Freistaates Sachsen. Als besondere obere Staatsbehörde ist es unsere Aufgabe, jene Unterlagen des Freistaates Sachsen sowie seiner Rechts- und Funktionsvorgänger zu übernehmen, denen ein bleibender Wert zukommt. Wir erhalten sowohl analoges als auch elektronisches Archivgut und machen es zugänglich. Mit über 100.000 Metern Akten, 60.000 Urkunden, 700.000 Karten und Plänen, über 1,9 Millionen Fotos, tausenden Filmen und Tonträgern sowie anderen Archivalien dokumentiert das Staatsarchiv in Schrift und Bild mehr als tausend Jahre sächsischer, deutscher und europäischer Geschichte an den Standorten Dresden, Chemnitz, Leipzig, Freiberg, Wermsdorf und Bautzen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter
http://www.staatsarchiv.sachsen.de bzw.
http://www.archiv.sachsen.de.

Herzlich Willkommen!

Mit diesem Blog begleiten wir den 23. Sächsischen Archivtag, der zum Thema „Erschließung 2.0“ am 16./17. Mai 2019 in Leipzig stattfindet und vom Landesverband Sachsen im VdA organisiert wird. Auf unserer VdA-Website finden Sie auch seit dem 12. März das Programm und das Anmeldeformular.

Ab Anfang April werden hier Beiträge zur Einstimmung auf den Archivtag zu finden sein.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Vorstand des Landesverbandes Sachsen im VdA

Abschied vom Tagungsblog zum Sächsischen Archivtag 2017

Mit diesem Blog haben wir den 22. Sächsischen Archivtag zum Thema „Archive im Umbruch“ begleitet, der am 4./5. Mai 2017 in Dresden stattfand und vom Landesverband Sachsen im VdA organisiert wurde. Mit dem heutigen Eintrag – gut drei Wochen nach dem Archivtag – beenden wir die aktive Berichterstattung und werden sie erst kurz vor dem 23. Sächsischen Archivtag im Jahr 2019 wieder aufnehmen. Die Kommentarfunktion ist weiter aktiv und kann gerne genutzt werden.

Herzlichen Dank an alle, die das Blog aktiv mitgestaltet haben und einen ebenso herzlichen Gruß an alle, die unsere Beiträge gelesen haben oder noch lesen werden!

22. Sächsischer Archivtag: Wie war’s?

Eine Woche nach dem Sächsischen Archivtag in Dresden luden wir alle daran Interessierten ein, sich an einer Online-Umfrage dazu zu beteiligen. 91 Personen (bei 150 Teilnehmern eine hohe Zahl) haben diese Gelegenheit für eine Rückmeldung ergriffen – herzlichen Dank dafür! Hier nun einige Ergebnisse:

Gründe für eine Teilnahme am Archivtag gibt es viele, die Spitzenreiter in der Nennung waren die Möglichkeit des Informations- und Erfahrungsaustausches (74% nannten diesen Grund) und das Tagungsthema (66%). Und wie erfährt man von einem bevorstehenden Archivtag? Offensichtlich funktioniert die gute alte Mundpropaganda am Besten: 43% nannten „Persönliche Information“, nur 30% die Homepage des VdA.

Der fachliche Gehalt des Archivtags wurde auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) deutlich positiv bewertet; die Werte liegen zwischen 2,06 für die Podiumsdiskussion sowie die Sektion zu Rechtsgrundlagen und Normen und 1,59 für die Sektion zum Standort der Archive in Sachsen. In zahlreichen Wortbeiträgen wurden einzelne Beiträge positiv hervorgehoben, teilweise aber auch Kritik angemerkt.

Mit der Einladung der Schriftstellerin und Kulturjournalistin Annett Gröschner hatten wir einen für uns ungewohnten Akzent gesetzt. Deutlich einhelliger als vermutet fiel die Antwort auf unsere Frage aus, ob eine solcher „Blick von außen“ im Programm des Archivtags befürwortet wird:

Gemischt fällt hingegen die Bilanz zu Tagungsblog und unserem Twitter-Hashtag #SAT17 aus:Weiterlesen

Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Tag der Archive

Archive werden in der Öffentlichkeit vor allem dann wahrgenommen, wenn sie einstürzen oder abbrennen.

Mediale Öffentlichkeit braucht Anlässe – und einen solchen (besseren) Anlass bietet der alle zwei Jahre stattfindende bundesweite „Tag der Archive“. Initiiert vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) soll er die öffentliche Aufmerksamkeit besonders auf die vielfältigen gesellschaftlichen Funktionen der Archive lenken; gleichzeitig kann er – unter wechselndem Motto – dazu genutzt werden, die Unterlagen in den Archiven auch in ihrer inhaltlichen Vielfalt vorzustellen. Daher können wir nur dazu ermuntern, diese Gelegenheit alle zwei Jahre zu nutzen – Luft nach oben ist bei den sächsischen Archiven leider reichlich. Hier die Rückmeldungen auf unsere Frage „Beteiligen Sie sich am deutschlandweiten ‚Tag der Archive‘ des VdA?“

Nur 12 Archive beteiligen sich regelmäßig, warum nicht mehr?

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Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Archivpädagogik

Welche Funktion haben Archive in einer Zeit, in der gesellschaftliche Diskurse zunehmend von schnelllebigen Meinungen und Emotionen und weniger von gründlich recherchierten Fakten geprägt werden? Unter Nutzung der bei ihnen verwahrten authentischen Schriftzeugnisse vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte können sie einen wichtigen Beitrag zur historischen Bildungsarbeit, speziell auch im Rahmen schulischer Ausbildung, leisten.

Früher war alles besser? Gerade im Beitrittsgebiet können die schriftlichen Zeugnisse dazu beitragen, einen genaueren, differenzierten Blick auf die Vergangenheit zu ermöglichen. Aber: Auch hier wirkt sich die Personalknappheit in den sächsischen Archiven aus. Denn wie steht es um archivpädagogische Angebote? Wie viele Schülerinnen und Schüler errreichen die sächsischen Archive durchschnittlich jährlich durch archivpädagogische Angebote? So lautete unsere Frage und die Antwort ist: Sehr wenige!

 

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Der Sächsische Archivtag 2017 in den Medien

Berichterstattung zum Sächsischen Archivtag 2017 (in Auswahl):

Im Vorfeld:

Im Nachgang:

„Mein grauer Archivkittel“. Gegenwartsliteratur und Archiv

Vorab-Veröffentlichung eines Ausschnittes aus dem Vortrag von Annett Gröschner, Abschnitt Militärarchiv

Wer das Archiv betritt, gelangt in eine Zeitmaschine, die von Menschen bevölkert wird, denen man in dem Viertel vor dem Bahndamm nie begegnet. Wie kommen sie hierher? Gibt es unterirdische Gänge? Oder leben sie gar in den Katakomben des Hochhauses und kommen nur während der Öffnungszeiten des Besuchersaals ans Licht? Was macht der Mann, den ich wegen seines verwegenen Aussehens für mich den Schwarzwaldschrat nenne und der den ganzen Tag dabei ist, nichts als Listen von U-Bootbesatzungen zu studieren und handschriftlich in ein großes Buch zu übertragen, wenn er nicht hier ist?Weiterlesen

Umfrage zur Situation der Archive in Sachsen: Direktbenutzung

Öffentliche Archive sind Dienstleistungseinrichtungen, die bürgernahe Serviceleistungen erbringen. Die Ermöglichung der (komfortablen) Benutzung des Archivgutes ist dabei von zentraler Bedeutung. Im Rahmen unserer Umfrage mussten wir uns auf wenige Fragen zu diesem Bereich beschränken und fragten u. a. danach, welche technischen Möglichkeiten den Benutzern zur Verfügung gestellt werden. An einem Stromanschluss hapert es demnach in (noch) sieben von 71 antwortenden Archiven, immerhin 23 Archive ermöglichen einen Internetzugang. Konventionelle Filmlesegeräte sind noch in 32 Archiven im Einsatz, 18 Archive verfügen über – hinsichtlich des Benutzungskomforts einen erheblichen Fortschritt darstellende – Mikrofilmscanner.

Und während es in den letzten Monaten ein gewisses Aufsehen in der Fachwelt erregte, dass u. a. das Bundesarchiv, das Landesarchiv Hessen und das Landesarchiv Mecklenburg-Vorpommern nun grundsätzlich das Fotografieren von Archivalien erlauben, kann man mit Blick auf unsere Umfrage nur sagen: Alltag in vielen unserer Archive! Über die Hälfte der Archive, die diese Frage beantworteten, erlauben das Fotografieren:

Und wieviele Benutzer kommen jährlich zur Direktbenutzung in die sächsischen Archive?Weiterlesen